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Auszeichnung für das deutsch-französische Austauschprojekt des Fachbereichs Maler und Lackierer

Am 13.November wurde erstmals der „Dr. Murjahn-Förderpreis“ verliehen. Bei der Preisverleihung in Köln konnten der Schulleiter Eckhard Mielke sowie die Lehrkräfte Michael Bissinger und Regina Rausch den Anerkennungspreis in Höhe von 5000 Euro im Rahmen einer Veranstaltung des „Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz“ entgegennehmen. Von über 80 Bewerbern aus dem ganzen Bundesgebiet wurde unsere Schule als einer von vier Preisträgern ausgewählt. Die weiteren Preise erhielten drei Malerbetriebe für Ihre wegweisenden Projekte und außergewöhnlichen Initiativen im Maler- und Lackiererhandwerk.

Der geschäftsführende Gesellschafter der Deutsche Amphibolin-Werke (DAW), Dr. Klaus Murjahn, hat den Förderpreis zur Unterstützung des deutschen Maler- und Lackiererhandwerks ins Leben gerufen. Dem Malerhandwerk soll hiermit eine Plattform geboten werden, herausragende Leistungen einer breiten Öffentlichkeit vor Augen zu führen.

Für den „Deutsch-Französischen Schüleraustausch im Maler- und Lackiererhandwerk“ erhielt die Meisterschule für Handwerker in Kaiserslautern in der Kategorie „Aus- und Weiterbildung“ einen Anerkennungspreis. Denn die Zusammenarbeit mit der Schule „Lycée les Marcs D’Or“ in Dijon (Burgund) reicht weit über arbeitstechnische Aspekte (jüngst die Neugestaltung eines Schulflures mit Schriftelementen) hinaus. Durch gemeinsames Arbeiten und Lernen, in Verbindung mit kulturellen Aktivitäten, wird das Verständnis für das Nachbarland vertieft. Vorurteile werden abgebaut und Freundschaften geschlossen. Diese Erfahrungen erleichtern den Jugendlichen ein späteres Arbeiten in einem anderen Land, fördern das Völkerverständnis und den „Europäischen Gedanken“. Die Jury beurteilte das projektorientierte Arbeiten in deutsch-französischen Auszubildenden-Teams als „gelungenen Beitrag zur Völkerverständigung und Mobilität von jungen Malern und Lackierern“. Dazu gehört nicht nur das Kennenlernen von landestypischen Arbeitstechniken, sondern auch von Sprachkenntnissen. Der zielgruppengerechte Vorbildcharakter des Projekts zeigte sich nicht zuletzt dadurch, dass den Auszubildenden trotz geringer Sprachkenntnisse auf beiden Seiten die Verständigung über das gemeinsame Arbeiten gelang. Flankiert wurde die Gestaltung in der Praxis durch einen 20-stündigen Tandem-Sprachkurs, der grundlegende Kenntnisse der deutschen und französischen Sprache vermittelte.

Die Austausche mit dem Lycée les Marcs D'Or im Maler- und Lackiererbereich finden seit 2003 in jedem Jahr statt. Bisher haben daran über 70 deutsche Auszubildende teilgenommen. Derzeit befinden sich wieder 12 Schüler aus dem zweiten Ausbildungsjahr in Dijon. Der Gegenbesuch erfolgt im Januar 2013.